Ein VIERTELJAHRHUNDERT Extremsport
Vor einem VIERTELJAHRHUNDERT begann, im zarten Alter von 19 Jahren, die
Karriere des Extremsportlers Stefan Hermann Schlett. In der Nacht vom 5. auf
den 6. September 1981 bewältigte er seinen ersten 100 km-Lauf in
Unna/Westfalen - ohne überhaupt jemals zuvor einen Marathon gelaufen zu
sein. Die längste Strecke bis dato waren 20 km ("Rund ums Vitamar in
Kleinostheim"). 17 Stunden und 2 Minuten hat er dieses Abenteuer damals
genossen, der Grundstein war gelegt.
Neben all den Zahlen, Leistungen, Rekorden, Reisen etc., waren vor allem die
menschlichen Begegnungen eine der kostbarsten Erfahrungen für Stefan in
dieser Zeit. Ohne seine Leidenschaft für diesen Sport wäre er so
interessanten Leuten, wie er sie in all den zurückliegenden Jahren kennen
lernen durfte, wahrscheinlich niemals begegnet.
O-Ton Stefan: Auch wenn meine Mittel mittlerweile stark eingeschränkt sind
und auch das "Alter" nicht spurlos an einem vorübergeht, habe ich vor,
diesen Sport bzw. Lebensstil noch ein paar weitere Jahrzehnte zu betreiben -
sofern mir der große Ultragott gnädig gesinnt sein mag. Der Mensch an sich
ist grenzenlos. Grenzen existieren lediglich im Kopf. Wer bereit ist, diese
Grenzen zu überschreiten - und sie weiter draußen neu zu definieren - der
wird das wahre Leben entdecken. Halleluja...
Euer Ultrastefan
Bedingt durch eine Fußoperation im Mai diesen Jahres hat Stefan läuferisch
ein wenig kürzer treten müssen. Er war beim diesjährigen Badwater
Ultramarathon als Supporter für Monique Mühlen im Einsatz. Ultraläufe hat er
momentan nicht in seiner Planung, aber da gibt es ja noch weitere
Betätigungsfelder, wie z.B. das Radfahren. In der Planung für das nächste
Jahr befindet sich ein Radrennen, das nur alle vier Jahre stattfindet -
Paris-Brest-Paris über 1200 km nonstop, sowie ein Mountainbikerennen über
7000 km von Paris nach Dakar. Und wenn der Fuß es zulassen sollte, möchte er
im März 2007 ein zweites mal beim Marathonlauf über den zugefrorenen
Baikalsee in Sibirien teilnehmen.
Beim Badwater Ultramarathon wird er definitiv nicht mehr teilnehmen.
Begründung: Die Erinnerungen und Erlebnisse von 1991 sind derart schön, dass
sie nicht mehr zu überbieten sind. Eine weitere Teilnahme kann somit nur in
einer Enttäuschung enden.
Ich muss sagen, das ist für mich eine der schönsten Begründungen für eine
Nicht-Teilnahme die es gibt. In diesem Sinne wünsche ich Stefan, dass er
seiner Passion Extremsport noch lange Zeit treu bleiben kann.
Weitere Informationen zu Stefan Schlett gibt es hier:
www.stefanschlett.de