Die
Sonne steht im Zenith und hat den schwarzen Asphalt des State Highways
gnadenlos aufgeheizt. Wir befinden uns in einer der trockensten Regionen der
Erde und heißesten Gegenden der USA. Man hat hier das Gefühl, mit dem
Gesicht direkt vor einem glühenden Barbecuegrill zu sitzen. Die Bezeichnung,
die die Einheimischen für diese Einöde gewählt haben, lässt Schlimmes
vermuten. Death Valley, oder auf dt. Tal des Todes genannt, hört sich nicht
gerade einladend an. Es ist nicht unbedingt der Name einer unweit von
Badwater gelegenen Attraktion wie Devils Golf Course, der einen zu der
Überzeugung kommen lässt, die Hölle kann nicht weit weg von hier sein. Kaum
vorstellbar eigentlich, dass sich hier in der Wüste einige wenige einer ganz
besonderen Freizeitbeschäftigung hingeben. Es sind mehrere Dutzend Anhänger
des Ultramarathonlaufens, die sich Jahr für Jahr auf dem State Highway 190
vom tiefsten Punkt der westlichen Hemisphäre hinauf zum Mount Whitney Portal
quälen.
Ein Reiseführer warnt mit dem nachfolgenden Hinweis:
Von einem Besuch des Tales in den heißen Sommermonaten ist dringend
abzuraten, da die Tagestemperaturen 50 Grad Celsius erreichen können. Die
meisten Auto- und Campmobilvermieter untersagen sogar ausdrücklich eine
Fahrt in den Monaten Juli und August.
Wenn Du bereit bist diese Empfehlung zu ignorieren, dann folge mir bitte auf
meinem virtuellen Trip nach Badwater.