Ich bin Jahrgang 1965 und war somit zu dem Zeitpunkt,
als wir 1969 auf dem Mond gelandet sind, dreieinhalb Jahre alt. Wenn man mal
in Ruhe darüber nachdenkt, wie sich das Leben seit jener Zeit verändert hat,
wird einem erst bewusst, wie weit der technische Fortschritt Einzug in
unseren Alltag gehalten hat. Ich übe darüber hinaus einen technisch
orientierten Beruf aus, und vielleicht liegt gerade hier die Tatsache
begründet, weshalb ich mich in meiner Freizeit gerne mit den wesentlich
simpleren Dingen des Lebens beschäftige.
Sportliche Aktivitäten haben mich bis zum
heutigen Tag stets begleitet. Die Palette reicht von Turnen, Schwimmen, Fußball, Skateboarden, Rollerskaten, Basketball, Skifahren, Surfen,
Fallschirmspringen, Squash, Badminton, Tennis, Tischtennis, Radfahren, Inlineskaten,
Joggen, bis hin zum Marathon und mehr. Der einzige Wettbewerb,
lauftechnisch betrachtet, den ich jemals für mich entscheiden konnte, war
ein 1000m-Lauf bei den Bundesjugendspielen irgendwann Ende der siebziger
Jahre. Bei allen weiteren Veranstaltungen durfte ich mich dann um einiges
weiter hinten einreihen. Aber, Erfolg zu haben ist nicht zwingend mit einem
Treppchenplatz
gleichzusetzen . Erfolg ist immer das, was man als
Erfolg definiert. Derjenige, der nicht an Selbstüberschätzung leidet und
sich im Rahmen seiner Möglichkeiten bewegt, gehört für mich zu den
erfolgreichen. Talent, akribische Vorbereitung und Gottvertrauen bilden die
Grundlage für jeden Erfolg.
Das erste Symptom des
Scheiterns
ist der Neid auf den Erfolg der anderen.
by Jacques Mayol
Ich habe 1987 zum ersten mal an einer Laufveranstaltung teilgenommen, und
zwar am Sylvesterlauf
der Westfalenpost von Werl nach Soest. Dieser 15 km Lauf hat sich dann in den
Folgejahren zur größten Veranstaltung seiner Art in Europa entwickelt. Aber frag
mich bitte nicht nach der Platzierung, oder der benötigten Zeit. Für mich stand das Gemeinschaftserlebnis im
Vordergrund. Damals lief ich ohne Zeitvorgabe, obwohl es mich aus heutiger
Sicht schon interessieren würde, wie ich im Vergleich zur gegenwärtigen Leistung
abgeschnitten hätte. Eine Recherche dahingehend, würde sich allerdings
schwierig gestallten, da zu jener Zeit die Ergebnislisten noch seitenweise
in der Tageszeitung veröffentlicht wurden, und somit nicht im Internet
archiviert bereitstehen. Ernsthaft angefangen mit dem Lauftraining habe ich
dann eigentlich erst Anfang des Jahres 2000. Diesen Zeitpunkt würde ich als
offiziellen Startzeitpunkt betrachten. Seitdem laufe ich regelmäßig mit
einem
zunehmenden Wochenumfang an Kilometern. Natürlich ändert sich damit auch
permanent die Zielsetzung. Allerdings sollte man bei allem Ehrgeiz und Eifer
die Grundvoraussetzung zur Ausübung dieses Sports nicht vergessen: