Seitenende->

 

Maxime

     

Eine Auswahl erlesener Binsenweisheiten

Diese Zusammenstellung von persönlich geprägten Leitsätzen erhebt nicht den Anspruch auf allgemeine Gültigkeit, sondern sie soll vielmehr zu einer Diskussion unter gleich gesinnten anregen, um auf diese Art und Weise eine kritische Überprüfung der eigenen Auffassungen herbeizuführen. Die eine oder andere Aussage, ist aus diesem Grund auch bewusst provokativ formuliert. Also bitte nicht ganz so ernst nehmen.

  • Wenn Du zur Gruppe der Einsteiger bzw. Wieder-Einsteiger in den Laufsport gehörst, und Dich über einen längere Zeitraum keiner sportlichen Aktivität gewidmet hast, dann ist ein Gesundheits-Check beim Arzt obligatorisch. Frei nach dem Motto: „Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, ich würde es tun!“
     

  • Das Führen eines Lauftagebuches ist Pflicht, nur so ist ein kontrolliertes und zielgerichtetes Training möglich.
     

  • Variiere den Trainingsumfang und die Laufstrecken, und trotze somit der Monotonie.
     

  • Wenn Du durch landschaftlich reizvolle Gefilde läufst, dann halte ruhig mal für ein paar Sekunden inne, respektive die Stoppuhr an, und genieße den Augenblick.
     

  • Laufe größtenteils Strecken von bekannter Länge, damit das Gefühl für Zeit und Geschwindigkeit geschult wird. Man bekommt dann ganz allmählich eine Vorstellung davon, welche Zeiten auf welchen Distanzen erreicht werden können. Das ist ein wesentlicher Faktor bei der Zielsetzung für einen Wettkampf.
     

  • Wenn Du nur läufst weil es Dein Nachbar tut, dann suche Dir lieber ein anderes Hobby aus. Ich denke, alles andere ist auf die Dauer verschwendete Zeit.
     

  • Wenn Du Dich jedes Mal zum Lauftraining überwinden musst, und sich der Spaßfaktor nicht einpegelt, dann suche Dir ebenfalls ein anders Hobby, denn Motivationsprobleme sind gefolgt von Leistungsabfall und Frustration. Das kann ja nicht das Ziel sein.
     

  • Setze Dir nur Ziele, die realistisch erscheinen und auch in einer angemessenen Zeit erreicht werden können. Alles andere wird darauf hinaus laufen, dass die Laufschuhe nur noch zu Rasenmähen oder Brötchenholen eingesetzt werden.
     

  • Für das Ultralaufen gilt: Mute Deinem Körper nur das zu, was Du auch deinem ärgsten Feind zumuten würdest. Nicht übertreiben und immer schön auf dem Teppich bleiben.
     

  • Lerne, in Dich hinein zu horchen, um auf Körpersignale rechtzeitig reagieren zu können.
     

  • Taste Dich langsam an Deine Schmerzgrenze heran und erprobe so Deine persönliche Leidensfähigkeit. Das Ultralaufen ist eine Leidenschaft, die Leiden schafft.
     

  • Widerstehe der Versuchung, Dich in den Trainingseinheiten zu verwöhnen. Ein Training, das etwas bringen soll, muss immer auch mit der nötigen Härte betrieben werden.
     

  • Gönne Dir ruhig mal einen Tag Pause, wenn ihn der Körper einfordert, auch wenn das angestrebte Wochenziel dann nicht mehr erreicht wird.
     

  • Verletzungen sollten immer vollständig auskuriert werden, auch wenn dies bei weitem mehr Disziplin erfordert, als das Training durchzuziehen.
     

  • Spare Dir das Geld für eine Pulsuhr und investiere es lieber in ein Paar vernünftige Laufschuhe, oder mach sonst was damit. Ich benötige für das Training lediglich eine Digitaluhr mit Stoppfunktion. Ich nutze eine Uhr, die ich als Gratiszugabe in einem Hamburger einer einschlägigen Fastfoodkette gefunden habe. Gutes Equipment muss nicht immer teuer sein!
     

  • Lass den Gürtel mit den unzähligen kleinen Trinkflaschen getrost zu Hause, wenn nur eine 1-2 Stundeneinheit auf dem Programm steht. Einige dieser käuflich zu erwerbenden Halterungen erinnern mich oftmals an einen Patronengürtel. Sorge lieber dafür, dass Du gut hydriert in eine Trainingseinheit gehst. Also vollsaugen wie ein Kamel und dann langsam Geschwindigkeit aufnehmen.
     

  • Optimiere das Zeitmanagement und scheue Dich nicht davor, auch mal frühmorgens aufzustehen, um den Körper mit einer gezielten Dosis Laufsport in den Wohlfühlbereich zu katapultieren. Gibt es denn etwas schöneres, als morgens in den Sonnenaufgang hineinzulaufen, und die Strecke unten am See quasi für sich alleine zu haben.
     

  • Ultraläufer sind Individualisten, und wenn dies nicht so wäre, dann würden sie wahrscheinlich eine Mannschaftssportart betreiben. Individualisten benötigen ein individuelles Training, also trainiere nicht mit dem gesamten Lauftreff im Schlepptau. Ich habe nichts gegen die kameradschaftliche Atmosphäre in einem Verein bzw. Lauftreff, aber mein Motto lautet: Alles zu seiner Zeit. Ein zielgerichtetes, optimal dosiertes Training ist nur im Alleingang durchzuführen. Selbst bei Läufern gleicher Leistungsklasse, ist keine Konvergenz bzgl. der Tagesform zu erreichen. Ich bin allerdings trotzdem der Meinung, dass Finishen eines Ultralaufes ist nicht selten eine Gemeinschaftsleistung.

Seitenanfang->

<-Seitenanfang