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Wenn Du zur Gruppe der
Einsteiger bzw. Wieder-Einsteiger in den Laufsport gehörst, und Dich
über einen längere Zeitraum keiner sportlichen Aktivität gewidmet
hast, dann ist ein Gesundheits-Check beim Arzt obligatorisch. Frei
nach dem Motto: „Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, ich würde es tun!“
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Das Führen eines
Lauftagebuches ist Pflicht, nur so ist ein kontrolliertes und
zielgerichtetes Training möglich.
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Variiere den
Trainingsumfang und die Laufstrecken, und trotze somit der Monotonie.
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Wenn Du durch
landschaftlich reizvolle Gefilde läufst, dann halte ruhig mal für ein
paar Sekunden inne, respektive die Stoppuhr an, und genieße den
Augenblick.
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Laufe größtenteils
Strecken von bekannter Länge, damit das Gefühl für Zeit und
Geschwindigkeit geschult wird. Man bekommt dann ganz allmählich eine
Vorstellung davon, welche Zeiten auf welchen Distanzen erreicht werden
können. Das ist ein wesentlicher Faktor bei der Zielsetzung für einen
Wettkampf.
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Wenn Du nur läufst
weil es Dein Nachbar tut, dann suche Dir lieber ein anderes Hobby aus.
Ich denke, alles andere ist auf die Dauer verschwendete Zeit.
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Wenn Du Dich jedes Mal
zum Lauftraining überwinden musst, und sich der Spaßfaktor nicht
einpegelt, dann suche Dir ebenfalls ein anders Hobby, denn
Motivationsprobleme sind gefolgt von Leistungsabfall und Frustration.
Das kann ja nicht das Ziel sein.
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Setze Dir nur Ziele,
die realistisch erscheinen und auch in einer angemessenen Zeit
erreicht werden können. Alles andere wird darauf hinaus laufen, dass
die Laufschuhe nur noch zu Rasenmähen oder Brötchenholen eingesetzt
werden.
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Für das Ultralaufen
gilt: Mute Deinem Körper nur das zu, was Du auch deinem ärgsten Feind
zumuten würdest. Nicht übertreiben und immer schön auf dem Teppich
bleiben.
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Lerne, in Dich hinein
zu horchen, um auf Körpersignale rechtzeitig reagieren zu können.
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Taste Dich langsam an
Deine Schmerzgrenze heran und erprobe so Deine persönliche
Leidensfähigkeit. Das Ultralaufen ist eine Leidenschaft, die Leiden
schafft.
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Widerstehe der
Versuchung, Dich in den Trainingseinheiten zu verwöhnen. Ein Training,
das etwas bringen soll, muss immer auch mit der nötigen Härte
betrieben werden.
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Gönne Dir ruhig mal
einen Tag Pause, wenn ihn der Körper einfordert, auch wenn das
angestrebte Wochenziel dann nicht mehr erreicht wird.
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Verletzungen sollten
immer vollständig auskuriert werden, auch wenn dies bei weitem mehr
Disziplin erfordert, als das Training durchzuziehen.
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Spare Dir das Geld für
eine Pulsuhr und investiere es lieber in ein Paar vernünftige
Laufschuhe, oder mach sonst was damit. Ich benötige für das Training
lediglich eine Digitaluhr mit Stoppfunktion. Ich nutze eine Uhr, die
ich als Gratiszugabe in einem Hamburger einer einschlägigen
Fastfoodkette gefunden habe. Gutes Equipment muss nicht immer teuer
sein!
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Lass den Gürtel mit den
unzähligen kleinen Trinkflaschen getrost zu Hause, wenn nur eine 1-2
Stundeneinheit auf dem Programm steht. Einige dieser käuflich zu
erwerbenden Halterungen erinnern mich oftmals an einen Patronengürtel.
Sorge lieber dafür, dass Du gut hydriert in eine Trainingseinheit
gehst. Also vollsaugen wie ein Kamel und dann langsam Geschwindigkeit
aufnehmen.
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Optimiere das
Zeitmanagement und scheue Dich nicht davor, auch mal frühmorgens
aufzustehen, um den Körper mit einer gezielten Dosis Laufsport in den
Wohlfühlbereich zu katapultieren. Gibt es denn etwas schöneres, als
morgens in den Sonnenaufgang hineinzulaufen, und die Strecke unten am
See quasi für sich alleine zu haben.
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Ultraläufer sind
Individualisten, und wenn dies nicht so wäre, dann würden sie
wahrscheinlich eine Mannschaftssportart betreiben. Individualisten
benötigen ein individuelles Training, also trainiere nicht mit dem
gesamten Lauftreff im Schlepptau. Ich habe nichts gegen die
kameradschaftliche Atmosphäre in einem Verein bzw. Lauftreff, aber
mein Motto lautet: Alles zu seiner Zeit. Ein zielgerichtetes, optimal
dosiertes Training ist nur im Alleingang durchzuführen. Selbst bei
Läufern gleicher Leistungsklasse, ist keine Konvergenz bzgl. der
Tagesform zu erreichen. Ich bin allerdings trotzdem der Meinung, dass
Finishen eines Ultralaufes ist nicht selten eine
Gemeinschaftsleistung.