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Definition

     

Der Badwater Ultramarathon, was ist das eigentlich genau?

Man stelle sich vor, es gibt jedes Jahr aufs neue einige Dutzend Ultraläufer, die sich um einen Startplatz für einen Lauf bewerben. Dieser Laufwettbewerb findet in der nordamerikanischen Wüste statt, um genau zu sein, am Rande der Mojave Wüste. Man beachte den feinen Unterschied zwischen anmelden und bewerben. Die Eintrittskarte für diese Veranstaltung kostetet 295,- USD (Stand: Race 2004) und wird nur an Teilnehmer ausgegeben, die erstens, die Bedingungen nach „Section A – Badwater Ultramarathon Qualifying Standards“ erfüllen, und zweitens von der Rennleitung auserwählt werden – Berufen fühlen sich viele, aber nur wenige sind auserwählt -. Hat man diese beiden Hürden genommen, dann gehört man zu einem elitären Starterfeld von ca. 90 Läufern, von denen dann ca. 75 das Rennen aufnehmen werden (Stand: Race 2004). Nicht unerwähnt bleiben sollte allerdings die Tatsache, dass alle anfallenden Kosten wie Flug, Mietwagen, Unterkunft, Verpflegung usw. selbst getragen werden müssen. Hinzu kommen noch evtl. finanzielle Aufwendungen für mindestens zwei obligatorische Supporter. Dies sind Personen, die für die Betreuung der Protagonisten während des Rennens verantwortlich sind. Der ganze Spaß kann also locker einen fünfstelligen Eurobetrag verschlingen. Also ein Unterfangen, welches ohne entsprechende Sponsoren kaum zu realisieren ist. Kommen wir nun zu den angenehmen Dingen, die diesen Lauf so einzigartig machen. Obwohl, wie sollte es auch anders sein, dieser Lauf ohnehin schon in der Wüste stattfindet, wird als optimaler Startzeitpunkt der Sommer gewählt. Die Temperaturen können dann schon mal auf 123 Grad Fahrenheit (51 Grad Celsius) ansteigen, und in Bodennähe auf ich weiß nicht wie viel Grad Fahrenheit (70 Grad Celsius).

Für die einen ist es die ultimative Herausforderung, und für die anderen die unverständlichste Sache der Welt.


Der Streckenverlauf ist rot gekennzeichnet, links Ziel und rechts Start
 

Ausgangspunkt dieser Vergnügung ist übrigens ein kleines Wasserloch mit dem klangvollen Namen Badwater, welches 282 ft (86 m) unterhalb des Meeresspiegels angesiedelt ist und zugleich der tiefste Punkt der USA ist. Irgendwann geht es dann auch mächtig in die Berge. Das anzustrebende Ziel am Ende der Whitney Portal Road (Mount Whitney Portal), ist gerade mal 62 mi (100 km) Luftlinie vom Start entfernt und befindet sich auf einer Höhe von 8360 ft (2548 m). Dieser Berg, der Mount Whitney ist nebenbei bemerkt die höchste Erhebung in den USA (ausgenommen Alaska) mit 14494 ft (4418 m). Dem unerbitterten Kampf einiger Naturschützer ist es zu verdanken, dass der finale Gipfelanstieg, im Gegensatz zu früheren Tagen, heute nicht mehr abverlangt wird. Dies ist meiner Meinung nach auch eine richtige Entscheidung. Natürlich lassen es sich einige Teilnehmer nicht nehmen, diese Übung nach dem Pflichtprogramm noch in die Kür einzubauen, wogegen auch nichts einzuwenden ist, solange man sich an die Spielregeln hält. Die offizielle Renndistanz wird mit 135 mi (217 km) angegeben (Stand: Race 2004), für die man sich bis zu 60 Stunden Zeit lassen darf, um als Badwater-Finisher gewertet zu werden. Alle darüber liegenden Zeiten sind „nur“ Achtungserfolge. Für die ganz ehrgeizigen ist eine Zeit kleiner als 48 Stunden anzustreben, dann gibt es die „commemorative Badwater Ultramarathon belt buckle“, was auch immer zum Teufel das sein mag! Das Wörterbuch sagt, dies sei eine „Erinnerungs-Gürtel-Schnalle“. Nur für eine Gürtelschnalle so eine lange Strecke laufen, und das auch noch in der Wüste. Nun ja, jedem das Seine. Ach ja, bevor ich es vergesse, die „Schlappmacher“ werden mit dem Eintrag DNF in der Ergebnisliste geführt. DNF ist die Abkürzung für DID NOT FINISH.

DID NOT FINISH

Um diesem Schicksal zu entgehen, sollte man vielleicht die gut gemeinten Ratschläge von Luis Escobar (Finischer von 2003) beherzigen. Hier die Quintessenz aus seinen Erfahrungen:

The Badwater 135 Mile Ultra Marathon is a ambitious but reasonable goal. If you are interested in attempting the epic run, here is my advice:

DO

  • Become familiar with the course
  • Contact Ben & Denise Jones
  • Blister prevention, tape your feet
  • Arrive prepared for anything

DON´T

  • Run shirtless
  • Do anything new
  • Underestimate the race course
  • Overestimate your abilities

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